Zeig mir dein Gehirn und ich sage dir, wie du tickst
- Anna Förster
- 24. März 2025
- 2 Min. Lesezeit
Im Biologieunterricht oder in der einen oder anderen „Galileo“-Sendung haben wir alle schon gehört, dass das menschliche Gehirn aus zwei Hälften – zwei Hemisphären – besteht. Im Volksmund heißt es, die linke Hemisphäre sei die analytisch-logische, die rechte die emotional-kreative. Heute erklären wir euch, was Gehirnkarten und Gehirntypen bedeuten.
Was steckt wirklich dahinter? Welche Rückschlüsse lassen sich anhand meiner Gehirnaktivität auf mich ziehen?
Leider ist es nicht ganz so einfach. Tatsächlich ist die Funktionsweise des Gehirns selbst nach aktuellem Forschungsstand noch lange nicht vollständig verstanden. Generell wissen wir, dass das Gehirn je nach Aufgabe unterschiedliche Hirnregionen unterschiedlich stark beansprucht. Insgesamt sollte das Gehirn jedoch als vollständiges, vernetztes und interagierendes System verstanden werden. Beispielsweise ist die Sprachverarbeitung größtenteils in der linken Hemisphäre angesiedelt, aber auch die rechte Hemisphäre spielt in diesem Bereich eine bedeutende Rolle.
Gehirnkarten und Gehirntypen
Neben Aufbau und Zusammensetzung des Gehirns lassen sich auch vielfältige Aussagen über seine Funktion treffen. Da Neuronen über elektrische Signale kommunizieren, entstehen bei neuronaler Aktivität elektrische Felder. Diese elektrischen Felder lassen sich sogar außerhalb des Gehirns, an der Kopfoberfläche, messen. Das Messverfahren heißt EEG . Dazu werden einzelne Elektroden auf der Kopfhaut platziert, die diese elektrischen Felder an mehreren Positionen aufzeichnen. Aus der neuronalen Aktivität in den verschiedenen Hirnregionen lassen sich vielfältige Informationen ableiten. In der klinischen Anwendung wird diese Methode zur Diagnose und Behandlung von Funktionsstörungen wie Epilepsie, Schlafstörungen und ADHS eingesetzt.
Doch nicht nur im medizinischen Bereich ist diese Technologie nützlich. Wenn wir wissen, welcher „Gehirntyp“ wir sind – also wie unser Gehirn funktioniert und wo seine Stärken und Schwächen liegen – können wir unseren Alltag erleichtern.
Beim Brainmapping wird mithilfe einer EEG-Messung eine Art Fingerabdruck des Gehirns erstellt. Die Gehirnaktivität wird an insgesamt 19 Stellen unter verschiedenen Bedingungen über mehrere Minuten aufgezeichnet. Unsere proprietären Algorithmen wandeln die Rohdaten in ein Gehirnprofil um, das einer Landkarte ähnelt. Anhand dieser Gehirnkarten können wir dann sehen, wie das individuelle Gehirn funktioniert und feststellen, welche Bedingungen beispielsweise eine gesteigerte Produktivität fördern und welche kontraproduktiv sind.
So weit, so gut! Der nächste Schritt wäre wahrscheinlich Gedankenlesen… 😉
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